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"Dumm gelaufen" - so könnte man am besten das zweite Auswärtswochenende (5./6. Spieltag) der Bundesligakegler des Itzehoer SV von 1909 in der 1. Kegel-Bundesliga umschreiben. Gleich zweimal bekamen die Steinburger den wichtigen Zusatzpunkt quasi auf dem Tablett serviert, und beide Male wurde der dritte Zähler relativ knapp (jeweils um acht Holz) verpasst: Am Sonnabend mussten sich die Störstädter beim KC Einheit 95 Schwerin geschlagen geben, der mit 5390:5332 (Diff. 58) Holz und 3:0 (4:2) Punkten siegreich war. Am Sonntag gab es dann beim KSK Concordia Lübeck das noch vom Vortag her wohlbekannte Schreckensbild: Die Hanseaten schlugen die Steinburger mit 5355:5272 (Diff. 83) Holz und ebenfalls 3:0 (4:2) Punkten.
In der Tabelle der höchsten deutschen Wettkampfklasse, die allerdings durch die unterschiedliche Anzahl an Heim- und Auswärtsspielen noch recht "windschief" ist, befinden sich die "Roten Teufel" von der Stör mit 6:12 (17:19) Punkten auf dem nur vermeintlich schwachen neunten Platz. Näheres kann hier nachgelesen werden: http://www.isv09.de/content/view/168/105. Da die beiden nächsten Ansetzungen zuhause in der "Festung Stahfast" anstehen, wird allgemein erwartet, dass der Fahrstuhl wieder deutlich nach oben fährt.
KC Einheit 95 Schwerin - ISV 09: 5390:5332 Holz - 3:0 (4:2) Punkte Alles fing so gut an. Während sich Thomas Tiedje, der Neuzugang in der Itzehoer Bundesligatruppe, auf der Reservebank bereithielt, zog Patrick Horns (908!) im Anstart alle Register seines keglerischen Könnens und spielte gegen Wolfgang Hibner (898) den Tageshöchstwurf auf den anspruchsvollen Schweriner Bahnen. Sönke Lohse (903) stand seinem Mannschaftskollegen in Nichts nach und konnte mit seinem glanzvollen Resultat Steffen Mathia (895) niederhalten. Der Weg für den Zusatzpunkt war damit geebnet, und die Gäste lagen unerwartet mit 18 Holz vorne - das hat es bei den Mecklenburgern lange nicht gegeben. Dann in der Mittelachse die Wende: Ingo Nowak (891) traf nicht ganz so gut wie gewohnt und lief dadurch Manfred Gröll (903) hinterher. Eric Kusch (887) hatte gegen Reinhard Dallmann (903) das Nachsehen. Damit wandelten die Gastgeber ihren Rückstand in einen 10-Holz-Vorsprung um, und das Rennen um den Zusatzpunkt war weiterhin offen. Im Schlußblock mußte sich Stephan Zipkat (876) seinem direkten Gegner Frank Fuchsa (885) geschlagen geben, und Guido Schümann (867) erlebte gegen den trotz hervorragender Leistung wie ein Rohrspatz schimpfenden Michael Heerkloß (906!) ein Desaster. Die Schweriner kamen bei 58 Holz Vorsprung und allen drei Punkten mit zwei blauen Augen davon. Da war es auch kein Trost, dass der ISV 09 mit seinem Resultat fünf Wochen früher das Spiel gewonnen hätte (Schwerin schaffte damals gerade einmal 5311 Holz). Concordia Lübeck - ISV 09: 5354:5272 Holz - 3:0 (4:2) Punkte Es fing schon wieder genauso verheißungsvoll an wie am Vortag. Ohne Sönke Lohse, der beruflich verhindert war, gingen die Itzehoer in den Leistungsvergleich mit den Keglern von der Trave. Patrick Horns (894!) trumpfte gegen Rüdiger Tücksen (885) abermals als stärkster Steinburger auf, und der frischgebackene Familienvater Ingo Nowak (892) zog mit gewohnter Leichtigkeit an Lars Boller (890) vorbei. Mit elf Holz lagen die Westholsteiner nun vorne. Im Mittelblock zog Stephan Zipkat (881) gegen Matthias Hübner (908!) zwar den Kürzeren, überflügelte aber ganz knapp Henning Pagel (880) und hielt damit die Entscheidung über den Zusatzpunkt offen. Thomas Tiedje (858) empfahl sich mit seinem Ergebnis für den "Gummipunkt". Mit uneinholbaren 61 Holz hatten jetzt die Akteure aus der Hansestadt die Nase vorn. Schließlich wurde Guido Schümann (864) von Holger Trojahn (894) vorgeführt. Eric Kusch (883) ackerte bis zum Umfallen, blieb aber gegen Dirk Pohnke (898) ohne Chance und scheiterte um acht Holz am Gewinn des Zusatzpunktes. Die Lübecker Truppe konnte sich zu Recht über den 83-Holz-Sieg und den Gewinn aller drei Zähler freuen. ********** Die zweite Vertretung der ISVer, beheimatet in der Bezirksliga, bezwang auf der Acht-Bahnen-Anlage in Elmshorn zunächst den SV Hörnerkirchen mit 3025:2944 (Diff.: 81) Holz und 3:0 (3:2) Punkten. Besondere Würze erhielt die Begegnung dadurch, dass der frühere Hörnerkirchener Ralf Schröder (bis 1992), bis zur letzten Saison fester Bestandteil der Itzehoer Bundesligamannschaft, in besonderem Maße an diesem Sieg beteiligt war. Sodann wurde die erste Garnitur des KSC Glückstadt mit 3031:2944 (Diff.: 87) Holz geschlagen. In der Tabelle führt die Truppe um den früheren Rekordnationalspieler Heinz-Jürgen Hack nun unangefochten mit 12:0 (14:6) Punkten. Im "Dückerstieg" in Sachsenbande bei Wilster musste sich die Bezirksklassemannschaft ISV III beweisen. Die Begegnung mit dem Schlusslicht der Rangliste, dem KSK Fall um Marne, ging mit 2853:2810 (Diff.: 43) Holz und 3:0 (2:3) Punkten klar zugunsten der "Roten Teufel" aus. Im anschließenden Duell mit dem KSK Holstein Heide hatten die Männer um ihren Betreuer Günter Rakow indessen mit 2761:2783 (Diff: - 22) Holz und 0:3 (2:3) Punkten das Nachsehen. Momentan nehmen die Störstädter mit 5:7 (10:10) Punkten den achten Rang ein.
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