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Am Freitag Abend bot die zweite Garnitur des Itzehoer SV eine klägliche Darbietung ihres Könnens und verlor verdient gegen den SSV Lunden mit 1:4 (1:2) Toren.
Ohne jeglichen Biss und Aggressivität in den Zweikämpfen spulte der ISV erneut sein Heimspiel gegen den Mitkonkurrenten um einen Abstiegsplatz ab.
Bereits in der ersten Minute musste man nach einem Ballverlust im Mittelfeld das 0:1 hinnehmen. Damit war die taktische Marschrichtung über den Haufen geworfen. Im weiteren Spielverlauf gelang den Gastgebern rein gar nichts. Das Passspiel war so eklatant schlecht, so etwas hat es in den letzten drei Jahren hier am Lehmwohld nicht gegeben. Somit hatten die Gäste leichtes Spiel bei der Balleroberung, denn ihnen wurde förmlich jeder zweite Ball in die Füße gespielt.
Auch wenn man sich bei den Gastgebern viel vorgenommen hatte, man konnte keine Bereitschaft zum Laufen und Kämpfen erkennen. Das Mittelfeld war völlig überfordert und machte es den eigenen Abwehrspielern schwer, so dass der SSV immer wieder gefährlich vor dem Tor der Itzehoer auftauchte. So fiel dann auch in der 41. Min. das 2:0 und somit die Vorentscheidung. Auch wenn Kristoph Kohn nach Pass von Adnan Sacipi der Anschlusstreffer in der 45. Min. gelang und somit ein wenig Hoffnung aufkeimte, es sollte die letzte gefährliche Aktion vor dem Lundener Tor bleiben.
Nach der Halbzeitpause setzte es in der 47. Min. den nächsten Nackenschlag, als Florian Strube mit gelb-rot des Feldes verwiesen wurde. Nur zwei Minuten später konnten die Gäste das 3:1 markieren und brachten den ISV endgültig auf die Verliererstraße. Der Gastgeber zeigte sich völlig geschockt und verfiel wieder in alte Fehler, denn nach dem Gegentreffer irrten einige planlos umher und brachten Torhüter Thorben Gehrke ein ums andere Mal in Verlegenheit. Trotz der vier Gegentore, das 4:1 wurde in der 84. Min. erzielt, war Thorben bester ISV-er auf dem Platz. Mit einigen Glanzparaden hat er seine Kameraden vor einer höheren Niederlage bewahrt.
In der 89. Min. musste dann auch noch Kristoph Kohn nach roter Karte das Spielfeld verlassen, nachdem er als letzter Mann gegen einen Lundener Stürmer, der aber drei Meter im Abseits stand, die Notbremse zog. Hier hätte der Schiri ein wenig Fingerspitzengefühl zeigen können und seinen Fehler mit der gelb- roten Karte "korrigieren" können.
Trotzdem, mit so einer Leistung ist der ISV Abstiegskandidat, da braucht man keine hellseherische Fähigkeiten zu haben. Einige Spieler können einfach in dieser Klasse nicht mithalten, anderen fehlt es an der Einstellung. Hier sollten sich einige die Frage gefallen lassen, ob sie alles für die Mannschaft geben. Weiterhin hapert es bei einigen Akteuren am Durchsetzungsvermögen und an der Laufbereitschaft, so dass die Mannschaft nicht von ungefähr auf dem 13. Tabellenplatz liegt.
Thorben Gehrke – Christoph Witt, Björn Meyer, Florian Strube – Matthis Bludau (46. Nico Seidler), Kristoph Kohn, Adnan Sacipi, Angel Areco Rojas (56. Min. Sebastian Menzel), Björn Kolbe – Till Erhart, Brian Schulz (46. Min. Philip Hartmann
gelbe Karte: Kristoph Kohn, Florian Strube, Adnan Sacipi, Brian Schulz
gelb-rot: Florian Strube
rot: Kristoph Kohn
1:2 (45. Min.) Kristoph Kohn |