Am Ende blieben die drei Punkte in Schackendorf - traurig über die 1:2-Niederlage, aber nicht unzufrieden über die eigene Leistung kehrte die SG TürkSpor/ISV 09 gestern vom Spitzenspiel aus Schackendorf zurück. "Wir wollten vor dem Spiel sehen, ob wir mit Schackendorf auf Augenhöhe sind. Nach dem Spiel wissen wir das. Wir waren heute spielerisch sogar besser", bilanzierte Trainer Kurt Hesse nach dem Spiel.
Währenddessen heizte Schackendorfs Coach Dietmar Hirsch seine Mannschaft auch noch unmittelbar nach dem Schlußpfiff im Jubelkreis weiter ein und konnte sich auch nach dem Spiel den Giftpfeil Richtung SG-Coach Hesse nicht verkneifen: "Das könnt ihr schonmal für das Rückspiel mitnehmen, da sagt der Trainer, der Schiedsrichter hätte das Spiel entschieden. Wir haben viel mehr Leidenschaft gezeigt, wir haben die viel besseren Chancen gehabt und wir haben hochverdient gewonnen." So unterschiedlich können Meinungen sein. Der gemeine Zuschauer jedenfalls zählte an diesem Nachmittag ein Chancenverhältniss von 12:9 für die Gäste und las am Montagmorgen in allen Zeitungen von einer zweifel- oder fehlerhaften Entscheidung des Unparteiischen beim spielentscheidenden Freistoßpfiff (siehe nachfolgende Pressestimmen).
Dabei war das Spiel der offensivstärksten Reihen der Verbandsliga doch eher geprägt von Sturmschwächen. Während die Gastgeber bis zur Schlußphase fast ausschließlich nach Standards offensiv gefährlich stattfanden, vergab die SG reihenweise beste Einschußmöglichkeiten, die sich teilweise auch nach haarsträubenden Aussetzern der Schackendorfer Hintermannschaft ergaben. Nach dem Platzverweis für Adnan Sacipi kam der Gastgeber dann auch aus dem Spiel zu Möglichkeiten, u.a. einem Lattenkopfball in der 83. Minute. Vielleicht lag es ja an den Platzverhältnissen, dass auf beiden Seiten im Torabschluss so wenig von den hochgelobten Tugenden zu sehen war. Vielleicht konzentrierten sich einzelne Akteure aber auch mehr auf Schauspielerei und Schiedsrichteransprache. Für die Schackendorfer Treffer mussten dann auch zwei Freistöße herhalten. Das 1:0 erzielte Kapitän Fröhlich aus rund 40 Metern mit einer Freistoßflanke (40.), die durch Freund und Feind hindurch neben SörenWiechert einschlug. Nach dem Ausgleich durch William Gueridonn nach feiner Einzelleistung (65.) gab dann Schiedsrichter Woelki (Schinkel) dem Spiel noch die besondere Note. Exklusiv, jedenfalls schüttelten selbst Schackendorfer Fans ob der Entscheidung vor Freude den Kopf, hatte er bei Ballgewinn durch Tahir Yavuz ein Foulspiel gesehen und auf Freistoß für die Gastgeber entschieden - und wie das in Spitzenspielen so ist, natürlich in der 90. Minute und natürlich nur 18 Meter vor dem SG-Gehäuse. Schuß Zebold, abgefälscht, Tor. Ganz bitter für die SG, schön für Schackendorf.
Es regierte vornehmlich der Kampf an diesem Sonntagnachmittag in Schackendorf, zusätzlich wurde von Außen Hektik in die Partie gebracht. "Schleswig-Holstein kickt fair" heisst die Aktion unseres Verbandes - die Verbandsoberen hätten sich an diesem Sonntag in Schackendorf sicherlich mit Grausen abgewandt. Die Beteiligten wissen sicher, was gemeint ist ;-)!
Bericht aus der Norddeutschen Rundschau vom 22.11.2010:
Schackendorf ist der neue Tabellenführer
22. November 2010 | Von rst
Kein Happy-End für die SG Türkspor/ISV in Schackendorf: Ein umstrittener Freistoß schlug kurz vor Schluss zum 2:1-Sieg der Gastgeber im Itzehoer Gehäuse ein. Torhüter Sören Wiechert war gegen den abgefälschten Schuss von Zebold machtlos. Die Niederlage hatten sich die spielerisch besseren Gäste letztlichg aber selbst zuzuschreiben, weil sie zuvor zu viele gute Torchancen vergeben hatten - eine Schwäche die in den vorangegangenen Spielen schon mehrfach zu beobachten war und nun ins Auge ging.
Ein Foul von Adnan Sacipi sorgte schon nach zwei Minuten für große Aufregung. Gegenspieler Aymin Aylani musste verletzt vom Platz, Sacipi sah Gelb. In der durch diese Szene aufgeheizten Athmosphäre entwickelte sich ein zerfahrenes Spiel, in dem die Gäste ein Chancenplus für sich verbuchten. Weil Zilio (14., 38.), Justus (16.), Gueridonn (20.) und Perlowsky (35.) aber nicht trafen, lag Schackendorf zur Pause vorn. Ein als Flanke gedachter Freistoß von Fröhlich war über Freund und Feind hinweg zum 1:0 ins lange Eck gesegelt (39.). Bis auf zwei weitere brenzlige Situationen hatte die SG-Abwehr die Schackendorfer Angroiffsversuche bis dahin im Keim erstickt.
Im zweiten Durchgang verstärkten die Gäste den Druck. Mehr als der Ausgleich durch Gueridonn (65.), der Schackendorfs Torhüter ausgespielt hatte und überlegt zwischen zwei Abwehrspieler hindurch zum 1:1 verwandelt hatte, sprang aber nicht heraus. Zilio (47., 60., 74.) Gueridonn (55.), Matz (59.) und Perlowsky (63.) hatten weitere gute Möglichkeiten teilweise leichtfertig vergeben. Das rächte sich schließlich als Adnan Sacipi wegen wiederholtem Foulspiel Gelb-Rot sah und Schackendorf gegen zehn Itzehoer Oberwasser bekam. Bei einem Lattenkopfball von Zebold (83.) und einem Schuss von Bossert (86.) hatte die SG zwar noch Glück, als Schiedsrichter Marco Woelki, der jeweils fünfmal Gelb gegen beide Seiten zückte, nach einem gewonnenen Zweikampf von Tahir Yavuz zur Überraschung der Itzehoer auf Freistoß entschieden hatte, nahm das bittere Ende für die Gäste jedoch seinen Lauf.
Schackendorf: Resech - Herzog, Braun, T. Blunk, S. Blunk - Bruhn, Fröhlich (75. Seemund), Aylani (3. Hamdorf), Mädler - Sebastian Bossert, Zebold (92. Stahlberg).
Itzehoe: Wiechert - Özen, Shuravlev, M. Barth, A. Sacipi - Matz, Justus, Yavuz, Perlowsky - Zilio, Gueridonn.
SR: Woelki (Schinkel).
Zuschauer: 290.
Tore: 1:0 Fröhlich (40.), 1:1 Gueridonn (65.), 2:1 Fröhlich (90.).
Gelb-Rote Karten: Fröhlich (91., wegen einer Unsportlichkeit), A. Sacipi (74. wegen wiederholten Foulspiels).
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Bericht des SHZ vom 22.11.2010
Fröhlich Treffer entscheiden das Top-Duell
22. November 2010 | Von spe Schackendorf: Resech - Herzog, Braun, T. Blunk, S. Blunk - Bruhn, Fröhlich (75. Seemund), Aylani (3. Hamdorf), Mädler - Sebastian Bossert, Zebold (92. Stahlberg).
Itzehoe: Wiechert - Özen, Shuravlev, M. Barth, A. Sacipi - Matz, Justus, Yavuz, Perlowsky - Zilio, Gueridonn.
SR: Woelki (Schinkel).
Zuschauer: 290.
Tore: 1:0 Fröhlich (40.), 1:1 Gueridonn (65.), 2:1 Fröhlich (90.).
Gelb-Rote Karten: Fröhlich (91., wegen einer Unsportlichkeit), A. Sacipi (74. wegen wiederholten Foulspiels).
Im Travestadion kam es zum Topspiel der beiden punktgleichen Titel-Anwärter, das der SV Schackendorf am Ende knapp mit 2:1 (1:0) gegen die SG Türk Spor Itzehoe für sich entschied.
Schon in der ersten Minute stieg Gäste-Verteidiger Adnan Sacipi an der Mittellinie überhart gegen Aymin Aylani ein, der nach Behandlung verletzt passen musste; dass es dafür nur die Gelbe und nicht die Rote Karte gab, war wohl nur dem Umstand geschuldet, dass noch die Anfangsminute lief. Die erste Chance hatten die Schackendorfer, doch eine Rechtsflanke von Sebastian Bruhn verpasste Mirco Mädler knapp (4.). Beim ersten Itzehoer Angriff wurde dann auch William Gueridonn umgesäbelt und musste behandelt werden, konnte aber weiterspielen.
Es ging turbulent weiter: Diego Zilio köpfte eine Freistoß-Flanke knapp am SVS-Gehäuse vorbei (14.). Dann wurde ein Gueridonn-Freistoß noch abgefälscht, aber mit letzter Kraft lenkte SVS-Keeper Thomas Resech den Ball noch über die Latte (24.). Die bis dato größte Chance gab es, als der Schackendorfer Sören Blunk im eigenen Strafraum weg rutschte. So hatte Zilio aus acht Metern freie Bahn, zögerte aber zu lange - sodass Sören Blunk den Schuss doch noch zur Ecke abblocken konnte (38.). Im Gegenzug brachte Martin Fröhlich einen Freistoß aus dem rechten Halbfeld mit viel Schnitt aufs Itzehoer Tor. Keeper Sören Wiechert dachte wohl, dass noch ein Akteur den Ball abfälschen wurde - doch als letztes verpasste Mark Hamdorf, der für Aylani ins Spiel gekommen war, die Kugel, die am langen Pfosten ins Netz sprang.
Nach der Pause war den Steinburgern der Wille anzumerken, zum Ausgleich zu kommen. Sie spielten nun konstruktiver nach vorne, doch Zilio scheiterte freistehend mit einem zu laschen Schuss an Resech, der blitzschnell abtauchte (52.). Fünf Minuten später schlug Gueridonn nach Vorarbeit von Torben Matz frei stehend über den Ball, ehe erneut Zilio vergab (61.). Nach dem schönsten Spielzug der Partie, den Fröhlich und Mädler über die rechte Seite inszenierten, rutschte Sebastian Bossert nur um Zentimeter am Ball vorbei und verpasste das 2:0 (63.). Im direkten Gegenzug fiel der Ausgleich: SVS-Verteidiger Michael Herzog rutschte weg, so dass Gueridonn nur noch Resech umkurven und einschieben musste. Nun wollten die Gäste mehr, aber Zilio verpasste frei stehend den Führungstreffer, als er aus 15 Metern einen Schuss produzierte, der der Eckfahne näher kam als dem Tor (72.). Dann bekamen die Hausherren das Geschehen aber wieder in den Griff - auch, weil sich Adnan Sacipi für ein überflüssiges Foul "Gelb-Rot" eingehandelt hatte. Und vielleicht auch, weil sie konditionelle Vorteile hatten. "Meine Mannschaft ist topfit", so SVS-Coach Dietmar Hirsch. Und dies sollte belohnt werden. Nach einer Herzog-Flanke aus dem rechten Halbfeld köpfte der kampfstarke Oliver Zebold den Ball an die Latte (82.). Nachdem ein Zebold-Fernschuss Wiechert bereits vor Probleme stellte (84.), schlug in der Schlussminute ein umstrittener Freistoß von Fröhlich, der noch abgefälscht wurde, zum 2:1 im ISV-Gehäuse ein - erneut sah Wiechert nicht gut aus.
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Bericht aus der Segeberger Zeitung vom 22.11.2010
SV Schackendorf ist nach 2:1 gegen die SG Itzehoe Verbandsliga-Spitzenreiter
Im siebten Fußballhimmel
Schackendorf. Mannschaft und Fans des SV Schackendorf schweben seit gestern im siebten Fußballhimmel. Die von Dietmar Hirsch trainierte SVS-Elf gewann das Topspiel der Verbandsliga Südwest gegen die SG Türkspor / Itzehoer SV mit 2:1 (1:0) und verdrängte damit den Gegner von der Spitzenposition. „Das war ein Sieg der Leidenschaft einer homogenen Truppe gegen einen Gegner, der individuell besser besetzt ist“, jubelte Dietmar Hirsch.
Bitter für die Itzehoer: Dem späten Siegtor der Platzherren ging eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters Marco Woelki voraus. In der 90. Minute nahm der Ex-Todesfelder Tahir Yavuz dem Schackendorfer Sören Blunk mit einem sauberen Tackling den Ball ab. Woelki gab 25 Meter vor dem Kasten der Gäste Freistoß. Auf den Pfiff angesprochen, antwortete „Monschi“ Blunk mit einem breiten Grinsen. Oliver Zebold legte sich den Ball zurecht. Leicht abgefälscht, rutschte das Leder unter dem Körper von Gäste-Keeper Sören Wiechert hindurch zum 2:1 ins Netz.
Das war die Entscheidung in einer Partie, in der die Itzehoer lange Zeit Vorteile hatten. Schon im ersten Durchgang konnten sich die aufopferungsvoll kämpfenden Schackendorfer bei ihrem überragenden Schlussmann Thomas Resech bedanken, dass sie nicht in Rückstand gerieten. Das 1:0 für die Gastgeber fiel wie aus dem Nichts. In der 39. Minute schlug Martin Fröhlich einen Freistoß aus 40 Metern vor den gegnerischen Kasten. Kein Feldspieler kam an den Ball, was Itzehoes Torwart Wiechert derart irritierte, dass er beinahe reaktionslos zuschaute, wie es neben ihm einschlug.
In den 20 Minuten nach der Pause hätten die Itzehoer das Spiel kippen müssen. Teilweise von kapitalen Fehlern der Schackendorfer begünstigt, gab es für die Gäste Chance auf Chance. Aber nur William Gueridonn (65.) konnte - nach einem Luftloch von SVS-Innenverteidiger Alexander Braun - den bärenstarken Thomas Resech einmal zum 1:1 überlisten. Der Sturmlauf der Itzehoer endete abrupt, als sich Adnan Sacipi (73.) eine Ampelkarte einhandelte. In Überzahl rissen die Schackendorfer die Initiative an sich und spielten energisch auf Sieg. „Die Jungs haben immer an sich geglaubt“, lobte SVS-Coach Hirsch seine Akteure. Oliver Zebold (82.) köpfte an die Querlatte. Sebastian Bossert drosch den Ball aus bester Position in die Wolken. Doch dann zischte der Freistoß von Zebold ins Tor.
Der Treffer löste Turbulenzen aus. Auf dem Weg zum Torschützen Zebold konnte sich der ausgewechselte Martin Fröhlich eine provozierende Geste nicht verkneifen. Daraufhin spukte ein Mann aus dem Betreuerstab der Gäste den SVS-Kapitän an. Fröhlich, auf dem Platz bereits verwarnt, sah die Ampelkarte. Auf den Itzehoer wartet ein Verfahren vor dem Sportgericht.
„Ein tolles Gefühl“, schwärmte SVS-Vereinschef Thomas Kahl, als der 2:1-Erfolg perfekt war. „34 Punkte aus zwölf Spielen sind eine unglaubliche Bilanz.“ Thomas Resech strahlte: „Das hat Spaß gemacht. Es ist eine tolle Geschichte, dabei zu sein, wie sich unsere junge Mannschaft immer weiter entwickelt.“
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