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ISV nach 2:3-Schlappe gegen Comet Kiel Schlusslicht   
Kategorie:  1. Herren Montag, 21. September 2009

Der Itzehoer SV sieht in der SH-Liga weiterhin kein Land. Nach der 2:3-Niederlage gegen Comet Kiel ist die Lehmwohldelf jetzt Schlusslicht.

 

Ein Wechselbad der Gefühle durchlebten die 105 zahlenden Zuschauer im Driver&Bengsch-Stadion in einem Spiel mit vielen Fehlern auf beiden Seiten. Nach einem Doppelschlag führte Comet Kiel schnell mit 2:0, doch im Stile eines angeschlagenen Boxers schlug der ISV erfolgreich zurück und war drauf und dran den so wichtigen Sieg einzufahren. Ein Abwehrfehler machte aber alle Hoffnungen zunichte und ließ am Ende die keinesfalls besseren Kieler jubeln – die junge Itzehoer Mannschaft musste einmal mehr Lehrgeld zahlen.

 

Comet Kiel startete mit einem Auftakt nach Maß. Durch einem Doppelschlag hatten Chris Karstens (11.) und Marco Huss (12.) die Gäste in Führung geschossen. Beim ersten Treffer schien Mirko Schimann Torschütze Karstens völlig aus den Augen verloren zu haben, der eine weite Flanke von der linken Seite seelenruhig annehmen konnte und ISV-Torhüter Sören Wiechert keine Chance ließ. Treffer Nr. 2 resultierte aus einem 18m-Schuss genau ins linke obere Tordreieck, wobei Hus nicht energisch genug angegriffen wurde.

 

Die Gastgeber ließen sich durch diesen frühen Rückstand aber nicht beeindrucken und hatten sofort die Chance zum Anschlusstreffer durch einen Thoms-Kopfball. Kiels Cem Karatas stand jedoch im bedrohten Eck und klärte auf der Torlinie. Der ISV ließ nicht locker und wurde durch einen sehenswerten Schuss von Jonas Perlowsky, der das Leder am rechten Strafraumeck volley nahm, mit dem 1:2 belohnt (20.). Und nur zwei Minuten später war die Partie wieder ausgeglichen: Julien Thoms hatte einen Pass von Björn Scheffel am Fünfmeterraum angenommen und aus der Drehung den Innenpfosten getroffen, von dem der Ball zum 2:2 ins Tor prallte (22.).

 

Björn Beckmann hatte danach sogar die Riesenmöglichkeit zum Führungstreffer, als er nach einem Fehler von Steve Frank allein auf Comets Torhüter Pascal Wenzkus zusteuerte, diesem aber direkt in die Arme schoss (33.). Auf der Gegenseite zeichnete sich aber auch Sören Wiechert aus, der gegen Marco Huss in einer 1:1-Situation rettete (37.).

 

In der zweiten Halbzeit übernahm der Itzehoer SV mit zunehmender Spieldauer immer mehr die Initiative, nutzte aber gleich drei Hochkaräter durch Scheffel (57.), Schümann (75.) und Wulf, der den besser postierten Beckmann schlicht übersah (77.) nicht. Allerdings wirkte die Abwehr der Itzehoer immer anfällig. Den ersten Fehler von Wiegand Leskien ließ der kaum zu haltende Christoph Schultz noch ungenutzt, weil Wiechert erneut hervorragend parierte, doch beim zweiten Mal ließ er sich die Chance nicht entgehen und spitzelte das Leder an Wiechert vorbei zum 3:2-Siegtreffer für die Gäste in Netz (79.). Den möglichen Ausgleich verhinderte Comets Pascal Wenzkus, als er einen Beckmann-Freistoß in Klassemanier über die Querlatte lenkte. Der ISV versuchte in der Schlussphase zwar noch die Brechstange auszupacken, brachte sich aber durch viele Fehlpässe selbst um weitere gefährliche Aktionen gegen die keineswegs überzeugende Comet-Defensive.

 

ISV-Trainer Lars Lühmann war nach dem Schlusspfiff am Boden zerstört: "Das tut weh. Nach dem 0:2 standen wir bereits am Abgrund, sind aber ins Spiel zurückgekehrt. Die Einstellung stimmte diesmal, aber die Chancen wurden leider nicht genutzt und die Fehler in unserer Abwehr wieder einmal konsequent bestraft."

 

Itzehoer SV: Wiechert – Schuldt, Leskien, Shurawlew, Schimann (67. Ochi) – Perlowsky (83. Erhart), Wulf, Beckmann – Thoms, Scheffel (70. Schümann)

 

Comet Kiel: Wenzkus – Kopuk, Frank, Dommasch – Huss, Hungerecker, Yankin (85. Horn), Sel (67. Laubinger), Karatas (75. Hansen) – Karstens, Schultz

Tore: 0:1 Karstens (11.), 0:2 Huss (12.), 1:2 Perlowsky (20.), 2:2 Thoms (22.), 2:3 Schultz (79.)

 

Gelb-Rot: Beckmann (88. Meckern, Foulspiel)

 

Schiedsrichter: Fischer (Schaumburg-Lippe)

 

Zuschauer: 105

 

Quelle: Norddeutsche Rundschau

 
 
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