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Es geht also doch: Der Itzehoer SV sicherte sich gestern mit dem 3:2 (3:2) beim VfB Lübeck II den ersten Sieg in der Fußball-SH-Liga. Im Gegensatz zum 2:6 gegen Altenholz zeigte die Lehmwohldelf diesmal eine disziplinierte Mannschaftsleistung. "Alle haben gut gearbeitet. Es war deutlich zu merken, dass die Jungs die Scharte vom vergangenen Wochenende auswetzen und unbedingt diesen Sieg wollten", freute sich Trainer Lars Lühmann.
Der Kampfgeist der Itzehoer wurde diesmal belohnt. Am Ende hatte der ISV das Glück des Tüchtigen, denn nachdem Enis Ochi wegen Handspiels auf der Torlinie kurz vor dem Pausenpfiff die Rote Karte gesehen hatte, spielte Lübeck eine Halbzeit in Überzahl, hatte zwangsläufig mehr vom Spiel und auch einige gute Tormöglichkeiten. Im ersten Durchgang waren die Lehmwohldakteure jedoch die bessere Mannschaft.
Christian Schümann brachte die Gäste nach einem Eckball per Kopf (9.) in Führung. Fast im Gegenzug musste Wiegand Leskien zwar gegen Osmani auf der Linie retten, doch dann zappelte der Ball erneut im Lübecker Netz. Julien Thoms stand dabei aber ganz knapp im Abseits, so dass der Treffer nicht zählte. Auch der Lübecker Ausgleich durch Marcello Meyer (16.) brachte den ISV nicht aus dem Rhythmus. Im Gegenteil: Julien Thoms (21., spielt nach Steilpass von Carsten Wulf Torhüter Hinterkopf aus) und Sebastian Barth (28., drückt den Ball über die Linie, nachdem Torhüter Hinterkopf einen Thoms-Kopfball nicht festhalten kann) legten einen 3:1-Vorsprung vor. Kurz vor der Pause dann das bereits erwähnte Handspiel von Enis Ochi nach einem Schuss von Imeri. Den fälligen Elfmeter verwandelte Jannick Martens (43.) zum 2:3. "Das war ein Deja-vu-Erlebnis, dass uns aber zum Glück nicht umgeworfen hat", so Lars Lühmann. Seine Mannschaft verstand es mit zehn Mann den VfB Lübeck größtenteils vom Strafraum fern zu halten. Dennoch hatten die Gastgeber einige Hochkaräter, bei denen Igor Shurawlew (68.) und Carsten Wulf (86.) auf der Torlinie klären mussten, als der starke Schlussmann Sören Wiechert, der mehrfach glänzend gerettet hatte, geschlagen war.
VfB Lübeck II: Hinterkopf – Fischer (46. Zienkiewicz), Kraft, Kalus, Nodop – Testa, Meyer – Martens, Osmani (77. Yürür), Senger – Imeri (46. Rönnau)
Itzehoer SV: Wiechert – Leskien, Shurawlew, Schümann, Ochi – Perlowsky, Byczek, Wulf, Beckmann – Thoms (90. Schuldt), S. Barth (79. Erhart)
Tore: 0:1 Schümann (7.), 1:1 Meyer (16.), 1:2 Thoms (21.), 1:3 S. Barth (28.), 2:3 Martens (43., Handelfmeter)
Rote Karte: Ochi (43., Handspiel auf der Torlinie)
Schiedsrichter: Kohn (Lütjenwestedt)
Zuschauer: 63
Quelle: Norddeutsche Rundschau |