Mit einem hochverdienten 2:0 (0:0) Sieg im Steinburger Derby konnte die zweite Mannschaft des Itzehoer SV am Samstag wichtige Punkte für die Qualifikation der neu geschaffenen Kreisliga West sammeln.
Der ISV war von Anfang an die dominierende Mannschaft, konnte aber in der ersten Halbzeit die dicht gestaffelte Gästeabwehr kaum in Gefahr bringen. Man spielte zwar überlegen, doch die Zielstrebigkeit zum Tor fehlte gänzlich. Es wurde einfach zu langsam in die Angriffsspitze gespielt, weiterhin wurde das Flügelspiel kaum praktiziert. Die erste nennenswerte Möglichkeit in der 25. Min. hatte der Debütant Steffen Kaminsky, doch nach einer guten Kombination über Florian Strube und Torsten Scheller scheiterte er aus Nahdistanz am Torhüter des SV Peissen. Eine weitere Gelegenheit hatte Thorsten Kieckhöber, der eine maßgerechte Flanke von Torge Thede per Volleyschuss nicht im Tor unterbringen konnte. Zuvor wurde Tobias Peters regelwidrig im Strafraum gefoult, doch der Elfmeterpfiff des Schiedsrichters blieb aus. Mehr hatte die Lehmwohldtruppe in den ersten fünfundvierzig Minuten nicht zu bieten.
Gleich nach dem Pausentee bekam der Gastgeber am Strafraumeck nach
einem Foul an Thorsten Kieckhöber einen Freistoß zu gesprochen, der
eigentlich ein Strafstoß gewesen wäre, doch der Schiri verlegte den
„Tatort“ außerhalb des Sechzehners. Dieser Freistoß entpuppte sich als
Glücksfall für den ISV, denn die Ausführung sorgte bei dem Gast aus
Peissen wie auch beim ISV für allgemeines Durcheinander. Nutznießer in
der 47. Min. war Kiki, der den mehrmals abgefälschten Ball vor die Füße
bekam und zum 1:0 aus kurzer Entfernung verwandelte.
Jetzt schien der Bann gebrochen, hinzu kam die rote Karte eines
Gästespielers in der 49. Min. wegen Schiribeleidigung. Gegenüber dem
letzten Spiel nutzte der ISV die Freiräume besser und ließ sich das
„Heft“ nicht aus der Hand nehmen. Die Torchancen häuften sich, aber
erst in der 59. Min. erzielte Thorsten Kieckhöber nach einem Eckball
von Tobias Peters per Kopf das alles entscheidene 2:0. Das Ergebnis
hätte noch deutlicher ausfallen können, doch ein Kopfball in der 62.
Min. von Michael Ortgies entschärfte der Gästekeeper mit Bravour. Nur
zwei Minuten später jagte der selbe Spieler nach einem Solo über das
halbe Feld allein auf das Tor zugehend den Ball über das Gehäuse. Ein
Abspiel auf den mitgelaufenen und freistehenden Thorsten Kieckhöber
wäre in diesem Moment das Bessere gewesen. Weiteres Schusspech hatten
Benjamin Bonn, Tobias Peters und Torsten Scheller, so dass ein höheres
Ergebnis durchaus machbar gewesen wäre. Von den Gästen waren zwar
Angriffsbemühungen erkennbar, aber letztendlich fehlte ihnen die
Durchschlagskraft, um sich Torgelegenheiten zu erspielen.
ISV II: Sven Scharnitzki – Nils Wollschläger, Michael Ortgies, Benjamin Bonn –
Torge Thede, Florian Strube, Steffen Kaminsky (84. Min. Marcel
Vollstedt), Torsten Scheller, Pascal Pachan (60. Min. Mirko Schimann),
Thorsten Kieckhöber, Tobias Peters
gelbe Karte: Torsten Scheller
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