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Der Itzehoer SV verlor am gestrigen Samstag nachmittag das Auswärtsspiel bei Dornbreite Lübeck mit 2:0 (2:0). Dabei fielen die beiden einzigen Tore des Spiels in den ersten 17 Minuten - absolut vermeidbare Tore aus Sicht des ISV.
Viele Umstellungen waren im Vergleich zum letzten Spiel in Kropp von Nöten, da so einige Spieler beruflich oder verletzungsbedingt fehlten. Besonders der Abwehrbereich war betroffen, da hier gleich die gesamte Stammformation in Person von Matthias Barth, Wiegand Leskien und Torge Thede ersetzt werden musste. So begann das Spiel mit einem Libero René Krahl und den Manndeckern Adnan Sacipi und Patrick Griesbach. Mario Andres ersetzte Krahl im Defensiven Mittelfeld, Dennis Siegmund kehrte für Sven Scharnitzki zurück ins Itzehoer Tor und William Gueridonn durfte nach seiner Sperre vom Westküstenturnier das erste Mal wieder mitspielen. Noch in der Nacht zuvor meldeten sich zwei weitere Spieler bei Trainer Walter Berger ab. Nikolai Justus musste mit Hörsturz ins Krankenhaus und Keeper Sven Scharnitzki nach einem Unfall eines Familienmitglieds nach Bochum. Welche Spieler am heutigen Tage noch zur Verfügung standen und auf der Ersatzbank saßen steht unten in den Statistiken.
Die erste Chance des Spiels hatte der ISV. In der fünften Minute stand Selim Gültekin, nach einer Flanke von Sebastian Barth, frei im Dornbreiter Strafraum. Sein Schuss kam auf das Tor, Torhüter Pekrun war in der anderen Ecke, jedoch drehte sich der Ball noch vom Tor weg am linken Pfosten vorbei. Im Gegenzug fiel völlig unvermittelt das 1:0 für die Lübecker. An der rechten Strafraumgrenze schoss Bätge ungehindert einen Ball nach innen. Alle schauten, inklusive Torhüter Dennis Siegmund, dem Ball zu wie er durch den Strafraum rollte und schließlich im langen Eck einschlug. Elf Minuten später sogar das 2:0 nach krassem Torwartfehler. Ein Rückpass kam zu Dennis Siegmund, der den Ball zu Tilmann Kaminsky spielte. Dieser spielte wiederum den Ball zurück zu seinem Torwart, der nun in Bedrängnis kam, weil zwei gegnerische Spieler auf ihn zu liefen. Siegmund wartete und schoss den Ball dann genau in den Fuß von Dornbreites Mecker, welcher dann keine Mühe hatte einzunetzen. Der ISV im weiteren Spielverlauf ungefährlich. Die Abwehr ungeordnet. Der Gegner kam zu zahlreichen weiteren Chancen, scheiterte allerdings am eigenen Unvermögen oder am ISV-Torhüter.
In der 33. Minute erfolgte ein Konter von Dornbreite. Mecker war
auf und davon Richtung ISV-Tor. Libero René Krahl konnte ihn nicht
einholen. Siegmund kam 15 Meter aus seinem Tor und blieb dann stehen.
Mecker setzte zum Heber an und zog das Leder über das Tor. Glück für
den ISV. Acht Minuten später hatte Lübecks Weiß eine Doppelchance. Eine
Flanke von links kam zu dem in der Mitte frei stehenden Weiß, der aus
zehn Metern sofort abzog. Siegmund parierte den Schuss per Fuß. Von der
linken Seite kam erneut eine Flanke, Weiß stand immernoch frei und
versuchte es nun per Kopf, jedoch flog der Ball genau in die Arme von
Siegmund. Nur eine Minute später musste sich der ISV-Torhüter erneut
auszeichenen, denn nach einer Flanke von der linken Seite konnte er die
Flugbahn des Balls am langen Pfosten noch gerade so verändern, dass der
lauernde Vierig den Ball nicht ins Tor köpfen konnte. In der 42. Minute
hatte erneut Weiß eine Chance. Er entwischte Mario Andres auf dem Weg
zum Tor und schoss den Ball nur knapp am linken Pfosten vorbei.
Zur 2. Halbzeit brachte Trainer Walter Berger mit Matthias Barth den
Stabilisator für die Abwehr. Barth musste am heutigen Samstag bis 13:30
Uhr arbeiten und traf deshalb erst kurz vor Spielbeginn in Lübeck ein -
zu spät um von Beginn an mitzuwirken. Für ihn musste Selim Gültekin
weichen. Doch Chancen konnte sich der ISV trotzdem nicht erspielen. Zu
harmlos war die Offensive. Auch Dornbreite tat nicht mehr als nötig, so
dass die Partie so dahinplätscherte. In der 61. Minute hatte der ISV in
Person von William Gueridonn mal wieder eine gute Möglichkeit. Im
Lübecker Strafraum stehend schoss er den Ball, von der rechten Seite
aus, knapp am linken Pfosten vorbei. Lübeck hätte in der 82. Minute
alles klar machen können. Nach einem Konter spielte Mecker mit einem
Querpass Weiß frei. Dieser schoss den Ball dann aber in die nicht
vorhanden Wolken. Vier Minuten vor Schluss hätte Sebastian Barth den
Anschlusstreffer machen müssen. Er war frei stehend zentral im
Strafraum am Ball, Torhüter Pekrun lag einen Meter vor ihm am Boden,
und er versuchte per Flachschuss ins Tor zu treffen. Damit wurde Pekrun
der Ball genau in die Arme geschossen. Drei Minuten später wurde dem
ISV ein glasklarer Elfmeter von Schiedsrichter Oliver Schmäl
verweigert. Jörn Beckmann wurde klar im Strafraum von den Beinen
geholt. Der Pfiff blieb aus. Es blieb beim 2:0 für Dornbreite.
Der ISV verliert in einem schwachen Spiel aufgrund zweier unnötiger
Gegentore. Zudem war die Offensive absolut harmlos. Man hätte noch
Stunden weiter spielen können und hätte immernoch nicht getroffen.
Eine Szene innerhalb des Spiels hatte Symbolcharakter für den gesamten
Spielverlauf auf Seiten des ISV: Um einen Gegenangriff zu starten
sprintete Mario Andres mit dem Ball von der Abwehr aus über die rechte
Seite und stieß dort mit seinem eigenen Spieler Berat Sacipi zusammen.
Der Ball rollte zum Gegner, welcher nun den Angriff startete. Mattias
Barth, als einziger verbliebener Abwehrspieler, konnte die Situation
dann bereinigen.
FC Dornbreite: Pekrun - Sembritzki, Lüthje, Strehlau - Konrad (85.
Sare), Ahrens, Schlichte, Bätge, Vierig - Mecker, Weiß (89. Schütt)
ISV I: Siegmund - Krahl - A. Sacipi, P. Griesbach (61. B. Sacipi) -
Andres, Dora, Gültekin (46. M. Barth), Kaminsky (67. Beckmann),
Gueridonn - S. Barth, Özcan
Ersatzbank ISV: Ander, Bonn, Baufeldt (Ersatztorwart)
Gelbe Karten: Ahrens (6.), Pekrun (88.), Lüthje (88.) - Gueridonn (90.)
Tore: 1:0 Bätge (6.), 2:0 Mecker (17.)
Schiedsrichter: Oliver Schmäl (Heikendorfer SV)
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