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Auch an diesem Wochenende hieß es für den ISV "Punkte gegen den Abstieg sammeln". Zu Gast war man beim Tabellenletzten TSB Flensburg. Wie so oft in der Saison dachte man als Fan, dass dies wohl kein "großes Problem" werden würde - gerade nach den Siegen gegen Meldorf und Heide. Jedoch machten die Flensburger allen einen Strich durch die Rechnung, denn am Ende hieß es 1:1-Unentschieden. Vom Start weg ließen es beide Mannschaften ruhig angehen. Torchancen waren in der 1. Halbzeit Mangelware. Flensburg konzentrierte sich auf "Konter", während der ISV versuchte das Spiel aufzuziehen. Weit kamen die Störstädter nie. Probierte man es mit hohen Pässen in den gegnerischen Strafraum, so wurden diese meistens postwendend von den TSB-lern aus der Gefahrenzone herausgeköpft bzw. geklärt. Versuchte man es mit Kurzpassspiel, so war oft nach der vierten oder fünften Station Schluss. Zwei Ausnahmen sind hierbei herauszuheben, die auch die einzigen "wirklichen" Chancen der 1. Hälfte bleiben sollten. Alexander Bigler dribbelte sich nach gut acht Minuten das erste Mal Richtung gegnerischen Strafraum und schoss aus 15 Metern auf das Tor. TSB-Torwart Koblun hatte jedoch keine große Mühe den Ball zu halten. In der 11. Minute - die dickste Chance für den ISV. Doppelpass zwischen Wiegand Leskien und Alexander Bigler, so dass Leskien frei am Strafraum zum Schuss kam und der Ball nur knapp über das Tor flog, ja sogar noch die Latte streifte. In der Folgezeit hatte der ISV noch fünf Freistöße an der Strafraumgrenze des TSB, die aber alle ungenutzt blieben. Entweder verfing sich der Ball in der gestellten Mauer oder wurde vom Torwart abgefangen. Weitere Chancen gab es bis zur Halbzeit nicht.
Die 2. Halbzeit begann mit einem Paukenschlag. Nach einem Zweikampf zwischen TSB-Torhüter Koblun und ISV-Stürmer Thorsten Kieckhöber, blieb Kieckhöber verletzt am Boden liegen. Den TSB störte dies kaum - setzte man nun zu einem Konter gegen Itzehoe an. Den ersten Schuss auf sein Tor konnte ISV-Keeper André Asmus noch abwehren, ehe Flensburgs Raitzig den Ball im Tor unterbrachte. Zu diesem Zeitpunkt waren gerade zwei Minuten vergangen. Genug Zeit für den ISV um das Ergebnis noch umzubiegen. Jedoch kam nach dem Rückstand wenig. ISV-Trainer Detlef Fink brachte deshalb Matthias Barth und William Gueridonn für Berat Sacipi und Thorsten Kieckhöber. Kurze Zeit danach verabschiedete sich ISV-Kapitän Mario Andres nach einem Wortgefecht mit TSB-Trainer Sohrweide und einer vom Schiedsrichter folgenden roten Karte vom Spiel. Wer nun dachte der ISV würde untergehen, der lag falsch. Es schien, dass alle ISV-Spieler nun "eine Schippe drauflegten". Vielleicht lag es auch am ISV-Fan-Gesang "Jetzt erst recht!" - jedenfalls erspielte sich der ISV ab diesem Zeitpunkt wieder Chancen. So hätte in der 71. Minute Lars Lühmann beinahe das 1:1 erzielt, wenn nicht noch der Flensburger Ortmann im letzten Moment gerettet hätte. Ein Freistoß von William Gueridonn segelte in den Strafraum zu Lars Lühmann, der den Ball Richtung leerem Tor bugsierte. Kurz vor der Linie konnte Ortmann den Ball noch ins "Aus" köpfen. Zehn Minuten später hatte Alexander Bigler den Ausgleich auf dem Fuß. Einen Freistoß von Matthias Barth erreichte Bigler am Strafraum. Sein Schuss ging knapp am rechten Pfosten vorbei. Hätte ein TSB-ler nicht noch abgefälscht, wäre der Ball sicherlich im Tor gelandet. Der darauf folgende Gegenzug von Flensburg hätte sich beinahe fatal ausgewirkt. Sohrweide setzte sich auf der linken Seite durch und passte zu Duratovic an den zweiten Pfosten. Seinen folgenden Torschuss konnte ISV-Keeper Asmus gerade noch mit der rechten Hand abblocken, so dass der Ball ins Aus flog. ISV-Trainer Detlef Fink versuchte in den letzten Minuten durch einen Wechsel nochmals für Druck zu sorgen und brachte Nikolai Justus. Dieser Wechsel sollte letztlich "der Punktbringende" sein. In der 89. Minute fasste sich Justus ein Herz und versuchte mit dem Ball zum Flensburger Tor zu kommen. Am Elfmeterpunkt entwickelte sich zwischen Flensburger Abwehrspielern und Justus ein wildes "Herumgestochere" um den Ball. Konsequenz war, dass der Ball plötzlich zu William Gueridonn, der nur wenige Meter weiter rechts stand, rollte und dieser nicht lange zögerte und das Spielgerät im Tor unterbrachte. Der 1:1-Ausgleich kurz vor Spielende. Bei diesem Spielstand blieb es, auch wenn Flensburgs Duratovic in der Schlussminute noch die Chance auf den Siegtreffer hatte. Seinen Freistoß aus 16 Meter Torentfernung konnte ISV-Torwart Asmus jedoch entschärfen. Itzehoer SV: Asmus - Andres, Eymers, A. Sacipi - Krahl, Leskien, Bigler, Lühmann (87. Justus), B. Sacipi (60. M. Barth) - Kieckhöber (60. Gueridonn), S. Barth TSB Flensburg: Koblun - Hartmann, Jäger, Donner - Feddersen, Bartelsen (73. Scholz), Ortmann, Raitzig (83. Andresen), Ellmann (58. Stark) - Duratovic, Sohrweide Tore: 1:0 Raitzig (47.), 1:1 Gueridonn (89.) Gelbe Karten: Ortmann, Feddersen, Bartelsen - Eymers, Kieckhöber Rote Karte: Andres (65., Unsportlichkeit) Zuschauer: ca. 50
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