|
Zumindest mal wieder einen Punkt geholt, nach zuvor sechs Pleiten am Stück. So könnte das Fazit nach dem 0:0 gegen den Oldenburger SV lauten. Zudem konnten zwei Premieren am Lehmwohld gefeiert werden. Zum einen blieb der ISV zum ersten Mal in dieser Saison ohne Gegentor. Zum anderen stand mit Panageotis Chionidis ein Neuzugang im Itzehoer Gehäuse. Chionidis ist damit bereits der vierte Schlussmann, der in dieser Saison zwischen den Pfosten steht. Ein anderer bestritt dagegen heute sein letztes Spiel im Lehmwohldstadion. Torben Fründt wird den Verein in der Winterpause aus privaten Gründen verlassen und wurde vor dem Spiel verabschiedet. Das Spiel selbst begann eher verhalten. Oldenburg konzentrierte sich über die gesamte Spieldauer auf eine stabile Defensive, während die Lehmwohl-Elf mit offensivem Fußball endlich mal wieder einen Sieg landen wollte. Die erste Chance im Spiel besaßen jedoch die Gäste. Nach einem Abwehrfehler von Kapitän Mario Andres konnte Oliver Bahr unbedrängt eine Flanke in den Itzehoer Strafraum schlagen. OSV Kapitän Gütschow bekam freistehend die Kugel direkt auf den Fuß serviert, brachte den Ball aber nicht sofort unter Kontrolle, sodass der zurückgeeilte Ole Matthiessen im letzten Moment zu einem Eckball klären konnte.
Es dauerte etwa eine Viertelstunde, ehe auch der ISV zu seiner ersten guten Möglichkeit kam. Mittelfeldrenner Alexander Bigler versuchte es per Fernschuss, doch Oldenburgs Keeper Marcel Heisler kratzte das Leder mit einer guten Parade aus dem linken oberen Winkel. Bis kurz vor dem Halbzeitpfiff passierte auf dem Platz nichts Erwähnenswertes. Die Mannschaften neutralisierten sich weitestgehend gegenseitig und beharkten sich überwiegend im Mittelfeld. Der wieder genesene Sebastian Barth, erstmals diese Saison in der Startelf, hatte dann wenige Sekunden vor der Pause das 1:0 auf dem Kopf. Nach einem Eckball schraubte er sich am höchsten, verfehlte das Tor aber um einige Zentimeter. In den Anfangsminuten der zweiten Hälfte war kaum ein Unterschied zum ersten Durchgang zu bemerken. Je weiter das Spiel jedoch fortschritt, desto besser kamen die Steinburger Jungs ins Spiel. Der OSV ließ sich nun weit in die eigene Hälfte zurückfallen und kam lediglich durch vereinzelte Konter zu Entlastungsangriffen. Die Lehmwohl-Elf schaffte es allerdings nicht, dieses massive Abwehrbollwerk entscheidend zu knacken und sich Chancen herauszuspielen. Gefährliche Situationen entstanden meist durch Standards, aus dem Spiel heraus gab es kaum ein Durchkommen. Zum Ende des Spiels nahmen die Gäste durch viele kleine Fouls dem ISV den Spielfluss, sodass es für die Itzehoer noch schwerer wurde sich entscheidend durchzusetzen. Durch eine Unachtsamkeit in der Schlussminute wäre den Itzehoern sogar fast noch der eine Punkt entrissen worden. Oldenburgs Oliver Bahr hatte plötzlich über die rechte Seite kommend freie Bahn zum Tor, doch seinen Schuss wehrte Adnan Sacipi zu einem Eckball ab und bewahrte seine Mannschaft damit vor dem Rückstand. Mit diesem einen Punkt hat sich die Lage des ISV nicht spürbar verbessert, aber es ist immerhin ein kleiner Lichtblick. Noch ein Spiel steht an, dann geht es in die wohlverdiente Winterpause. Wie auch immer das Spiel bei der Zweiten des VfB Lübeck am kommenden Sonntag ausgehen mag - der ISV wird nicht umhinkommen das Feld in der Rückrunde von hinten aufrollen zu müssen. Itzehoer SV: Chionidis - Andres, Leskien, A. Sacipi - Krause (46. Fründt), Justus, Matthiessen, Bigler, B. Sacipi - S. Barth (85. Lühmann), Groth Oldenburger SV: Heisler - Schelling, B. Bahr, Schwartz - Wulf, David, Wölk, Rosenthal (46. Rönnpage), Reise - Gütschow (80. Wenn), O. Bahr Tore: Fehlanzeige Gelbe Karten: Andres, Matthiessen, B. Sacipi - Gütschow Zuschauer: 116 Schiedsrichter: André Woltmann (TuS Mettenhof)
|