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Nach dem Spiel gegen den VfB Lübeck II waren sich alle einig. Dies war alles andere als ein gewöhnliches Fußballspiel. Leider ging aber auch diesmal der ISV als Verlierer vom Platz. Damit hat sich die Position der Truppe von Detlef Fink weiterhin verschlechtert. Fink stellte sein Team für diese Begegnung auf einer Position um. Keeper Florian Schnackenberg wurde von Lennart Jahn auf die Bank verdrängt. Jahn feierte damit seine Verbandsligapremiere, die er aber bestimmt schnell wieder vergessen möchte. Es entwickelte sich in der ersten Halbzeit ein hartes, aber nicht unfaires Spiel. Viele Zweikämpfe und damit häufige Fouls zeichneten das Bild der ersten 45 Minuten. Nur eine einzige gute Möglichkeit gab es in diesem Abschnitt zu bewundern. Und diese auf Seiten des ISV. Nach einem Eckball konnte sich Henning Groth im Luftduell durchsetzen und die Kugel in Richtung des Lübecker Gehäuses köpfen. Zum Torerfolg fehlten nur wenige Zentimeter. Das Ganze passierte erst nach knapp 30 gespielten Minuten. Zu diesem Zeitpunkt lag der VfB jedoch schon mit 1:0 vorne. Jan Zimmermann versenkte bereits nach elf Minuten einen Freistoß aus gut 30 Metern ins linke obere Eck. Insgesamt eine zum zuschauen gruselige erste Hälfte. Dafür sollte die zweite umso besser werden!
Allerdings gab es für die ISV Anhänger zum Anfang des zweiten Durchgangs wenig positives zu bestaunen. Fast direkt nach Wiederanpfiff stand es aus Sicht der Itzehoer 0:2. Nach einem langen Pass auf Lübecks Dimitri Gribkow gab es Kommunikationsprobleme zwischen Torben Fründt und dem herauseilenden Lennart Jahn. Gribkow nutzte diese Konfuse Situation, schnappte sich das Leder und schob locker zum zweiten Treffer für seine Mannschaft ein. Torben Fründt schien heute der Unglücksrabe zu sein, denn auch am dritten Tor der Marzipanstädter war er beteiligt. Einen missglückten Querpass von ihm fing Lübecks Enrico Klüver 20 Meter vor dem Tor ab, fackelte nicht lange und hielt sofort drauf. Unhaltbar schlug die Kugel zum 0:3 im rechten oberen Winkel ein. Es folgten die wohl kuriosesten Minuten seit langem auf dem Lehmwohld. Kurz nach dem dritten Treffer verwarnte Schiedsrichter Marco Hecht William Gueridonn, da er einen schnellen Einwurf für Lübeck verhinderte. Wegen Meckerns folgte sogleich "Gelb" Nummer zwei. In der Summe Platzverweis. Die Gemüter auf dem Platz und auf den Rängen hatten sich noch gar nicht beruhigt, da stand es plötzlich nur noch 1:3. Henning Groth wurde mit einem langen Pass in die Tiefe geschickt, die überraschten Gäste konnten nur noch hinterher schauen. Mit einem Lupfer über den sich ihm entgegen stürzenden Keeper Gommert markierte er den ersten Treffer für die Steinburger Jungs. Die Zuschauer hatten mit dem Jubeln gerade erst aufgehört, da netzte Groth erneut ein. Diesmal per Freistoß. Aus 30 Metern jagte er die Kugel in die rechte untere Ecke. Das Lehmwohldstadion nun ein Tollhaus. Mit zehn Mann den Anschluss hergestellt! Die Zuschauer ließen ihre Jungs nun nicht im Stich und feuerten sie lautstark an. Die Lübecker hingegen waren nun völlig von der Rolle. Ein eigentlich sicher geglaubtes Spiel drohte ihnen aus den Händen zu gleiten. Alexander Bigler leitete die nächste Gelegenheit für die Störstädter ein. Im Sechzehner der Gäste legte er mit guter Übersicht quer zum freistehenden Henning Groth, doch sein Schuss verfehlte das Ziel knapp. Mit der Zeit erholten sich die Gäste von dem Schock und kamen wieder besser ins Spiel. Ein umstrittener Freistoß sorgte dann für die Entscheidung. Lübecks Gribkow führte aus und spielte das Leder in den Itzehoer Strafraum. Torjäger Enrico Klüver stand goldrichtig und drosch die Kugel volley zum 2:4 ins Netz. Nachdem auch Ole Matthiessen gut fünf Minuten vor dem Ende per Ampelkarte des Feldes verwiesen wurde, war der Wille des ISV gebrochen. Lübeck spielte die Partie souverän zu Ende und kam durch Klüver in der Nachspielzeit noch drei Mal zu guten Möglichkeiten. Erst verfehlte er den Itzehoer Kasten knapp, dann fischte ihm Lennart Jahn den Ball noch gerade rechtzeitig vom Fuß, doch beim dritten Versuch war Klüver dann erfolgreich. Mit einem Rechtsschuss aus sieben Metern stellte er den 2:5-Endstand her. Während einige Konkurrenten im Abstiegskampf punkten konnten, ließ der ISV erneut Federn und rutschte auf den Vorletzten Tabellenplatz ab. Bevor es in die Winterpause geht stehen noch drei Spiele an. Zunächst auswärts beim derzeitigen Tabellenführer SV Eichede, dann zuhause gegen den Oldenburger SV und zum Abschluss das Rückspiel beim VfB Lübeck II. Schwere Aufgaben, die es nun zu meistern gilt. Itzehoer SV: Jahn - Andres, Fründt (71. A. Sacipi), Krause - Justus, Tüchsen (76. Lühmann), Bigler, Leskien, Matthiessen, Gueridonn - Groth VfB Lübeck II: Gommert - Rockel, Florczak, Manthey, Müller - Sindi (86. Tobleck), Niemeyer (46. Tetzlaff), Gradert, J. Zimmermann - Gribkow, Klüver Tore: 0:1 Zimmermann (11.), 0:2 Gribkow (48.), 0:3 Klüver (55.), 1:3 Groth (58.), 2:3 Groth (59.), 2:4 Klüver (73.), 2:5 Klüver (90.) Gelbe Karten: Andres, Bigler, Fründt, Groth, Tüchsen Gelb-Rote Karten: Gueridonn (56.), Matthiessen (84.) Zuschauer: 140 Schiedsrichter: Marco Hecht (TSV Bargteheide)
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