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ISV bald Schlusslicht der Tabelle?   
Kategorie:  1. Herren 2005/06 Montag, 14. November 2005

ImageDie Zuschauer am Lehmwohld sahen an diesem Fußballnachmittag zwei Halbzeiten, die unterschiedlicher nicht hätten sein können. Den Jungs vom Lehmwohld wäre es wohl aber lieber gewesen, es hätte gar keine Unterbrechung gegeben.

In Hälfte eins dominierten eindeutig die Steinburger Jungs. Die schnelle Führung nach acht Minuten gab ihnen sichtlich Rückenwind. Etwas Glück war bei diesem Treffer allerdings dabei. Nach einem eher harmlosen Freistoß stürmten William Gueridonn und SC Torwart Bernd Ewers zum Ball, doch beide irritierten sich gegenseitig, sodass sich die Kugel ihren Weg ungehindert zu Nikolai Justus bahnte. Dieser fackelte nicht lange und schlenzte den Ball aus 14 Metern zum 1:0 in den leeren Kasten.

Im Anschluss passierte auf dem Platz zwar erst nicht allzu viel, aber eine Viertelstunde vor der Halbzeit drehte die Lehmwohld-Elf richtig auf und wollte noch vor dem Pausentee das zweite Tor. Gueridonn hatte die erste Möglichkeit dazu bei einem Kopfball aus wenigen Metern. Doch bedrängt von einem Kieler Verteidiger drückte er den Ball knapp am Pfosten vorbei. Sekunden später konnten die Gäste Guerdionn noch gerade eben den Ball vom Fuß spitzeln, allerdings direkt vor die Füße von Justus. Leider versagtem ihm die Nerven in diesem Moment. Aus derselben Position und Distanz wie beim ersten Tor drosch er das Leder diesmal übers Tor. Wenig später setzte sich wiederum William Gueridonn im Strafraum der Gäste durch. Gekonnt umspielte er zwei Verteidiger und brachte sich in eine gute Schussposition. SC Keeper Ewers tauchte aber blitzschnell ab und verhinderte damit einen größeren Rückstand für seine Mannschaft. Eine höhere Führung für den ISV wäre zu diesem Zeitpunkt allerdings verdient gewesen. Brachte die Truppe von Detlef Fink die gegnerische Defensive doch ein ums andere Mal gehörig ins Schwimmen.

Fünf Minuten vor dem Seitenwechsel kam auch der SC zu seiner ersten und einzigen Torchance im ersten Abschnitt. ISV Keeper Schnackenberg entschärfte aber sicher einen gefährlichen Kopfball von Kiels Mario Witt.

Die zweite Halbzeit verlief dann alles andere als Wunschgemäß. Fast direkt nach dem Wiederanpfiff der Ausgleich. Ein Eckball von der rechten Seite fiel Stephan Rodewald direkt vor die Füße. Ohne zu zögern zog er aus zehn Metern direkt ab und traf damit zum 1:1. Kiel nun wie aufgedreht, als hätte es den ersten Durchgang nie gegeben. Beim ISV lief nun zudem auch alles schief. Viele Fehlpässe, dazu musste man sich in den meisten Zweikämpfen geschlagen geben. Es dauerte folglich auch nicht lange, da zappelte der Ball erneut im Itzehoer Netz. Marco Rook spielte sich bis zur Grundlinie durch und zirkelte eine Flanke genau auf den Kopf von Oliver Blazevic. Aus sechs Metern hatte Keeper Schnackenberg keine Chance diesen Kopfball, direkt in den linken oberen Winkel, zu halten.

Mit der dritten guten Gelegenheit nach der Pause erzielte der SC auch das dritte Tor. Nach einem Freistoß in den Sechzehner des ISV schraubte sich Kiels Nico Egger am höchsten und köpfte fast unbedrängt zum 1:3 ein.

Doch die Steinburger Jungs gaben sich noch nicht geschlagen. Kiel nahm nun etwas das Tempo aus dem Spiel und agierte defensiver um die Führung zu halten. Das brachte den ISV wieder in die Partie. Zwei Mal musste nun SC Keeper Bernd Ewers in höchster Not klären. Sowohl den Fernschuss von Ole Matthiessen als auch einen in die rechte untere Ecke gezielten Schuss von William Gueridonn konnte er im letzten Moment noch um den Pfosten lenken. Zehn Minuten vor dem Ende der Begegnung der ersehnte Anschlusstreffer für den ISV. Nach einem Handspiel im Sechzehner des SC zeigte der Unparteiische sofort auf den Punkt. William Gueridonn schnappte sich das Leder und verwandelte den folgenden Strafstoß sicher zum 2:3.

In den letzten Minuten versuchte der ISV dann noch mal alles um den Ausgleich zu erzielen, kam aber nur noch einmal gefährlich vor das Kieler Tor. Nach einem Freistoß von Gueridonn versuchte der eingewechselte Lars Lühmann den Ball per Kopfball über die Linie zu drücken, erwischte den Ball aber nicht gut genug, sodass dieser sein Ziel völlig verfehlte.

Mit etwas mehr Konsequenz im Abschluss hätte der ISV schon mit einer höheren Führung in die Halbzeitpause gehen können. Aufgrund der mangelnden Chancenverwertung hieß es zur Pause jedoch nur 1:0. Kiel startete furios in den zweiten Durchgang und drehte das Spiel in knapp zwanzig Minuten.

Die Gäste nahmen die drei Punkte mit, die der ISV sehr gut hätte gebrauchen können, rutschte man doch durch diese neuerliche Niederlage auf Rang 15 der Tabelle ab. Am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen die "Zweite" des VfB Lübeck muss daher unbedingt ein Sieg her, will man nicht im ungünstigsten Falle am Tabellenende stehen.

Itzehoer SV: Schnackenberg - Tüchsen, Groth, Fründt, Andres - Krause, Leskien, Bigler (74. Lühmann), Matthiessen - Gueridonn, Justus

SC Comet Kiel: Ewers - Rodewald, Hungerecker, Egger - Dehner, Sümnik, Gesper, M. Rook, Stelmaszewski (88. Schulz) - Witt, Blazevic (90. Schramm)

Tore: 1:0 Justus (8.), 1:1 Rodewald (47.), 1:2 Blazevic (56.), 1:3 Egger (63.), 2:3 Gueridonn (81., Handelfmeter)

Gelbe Karten: Groth, Gueridonn, Justus, Matthiessen, Leskien - Ewers, Gesper, Stelmaszewski

Zuschauer: 168

Schiedsrichter: Dr. Uwe-Martin Strohbach (TSV Westfehmarn)

 
 
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