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ISV nach schlechtem Spiel, aber großer Moral, Herbstmeister!!!   
Kategorie:  1. Herren 2004/05 Montag, 13. Dezember 2004

Es war kein schönes Spiel, dass den 80 zahlenden Zuschauern in Oldenburg geboten wurde. Jeder merkte dem Spitzenreiter den Substanzverlust der letzten Wochen an. Der schwer zu bespielende Platz war sicherlich kein Freund der Steinburger-Fußballphilosophie. Oldenburg machte es besser: Immer wieder lange Bälle in die Spitze und Nähe im Zweikampf. Alles Tugenden, welche auch die Lehmwohldt-Elf in der Hinrunde immer wieder gezeigt hat, aber am 17.Spieltag nicht abrufen konnte. Der OSV zog sich weit zurück, um dann immer wieder schnell zu kontern. Oliver Bahr traf nach toller Thießen-Reaktion aber nur den Pfosten. Die Itzehoer hatten ihre einzigen Möglichkeiten in Distanzschüssen. Hellmann und Matthias Barth zielten aber zu ungenau. Besser machte dies die Heimelf in der 29.Min: Langer Freistoß in den Strafraum, die ISV-Defensive kann nicht klären und Kortz staubt aus 11-Metern ab.

In der Zweiten Hälfte begann der Itzehoer SV wütend und versuchte fortan das Spiel an sich zu reißen. Viele zweifelhafte Schiedsrichterentscheidungen und die eigene Unbeherrschtheit brachten die Gäste aber wieder aus dem Rhythmus. Die Kartenflut von Schiri Kaack war schon erstaunlich und er brachte sich damit selber in große Schwierigkeiten. Krahl mußte mit gelb-rot in der 65.min gehen (die erste gelbe erhielt er für angebliches Aufstützen auf den eigenen Mann), zehn Minuten später verabschiedete sich Gueridonn mit der Ampelkarte nach wiederholten Meckerns. Spätestens jetzt schien die erste Auswärtsniederlage besiegelt zu sein. Das Heimteam drängte nun auf die Entscheidung. Buck traf nach Bahr-Pfostentreffer aus Abseitsposition. Auch dem ISV wurde ein Tor wegen Abseitsstellung nicht gegeben: Hellmanns Freistoß findet Kieckhöber, der den Ball mit dem Kopf auf S.Barth querlegt. Itzehoes Torjäger hat keine Mühe ihn im Tor unterzubringen. Überraschend für alle ging dann aber die Fahne des Assistenten hoch, obwohl der Ball nicht nach vorne gespielt worden war, eine sehr fragwürdige Entscheidung. Die Hesse-Schützlinge kämpften weiter, jetzt aber nur noch gegen zehn Mann, denn O.Bahr flog nach wiederholten Foulspiel auch vom Platz. Der Einsatz wurde belohnt. S.Barth wird im Strafraum angespielt und legt den ball auf seinen Bruder M. Barth ab und wird im gleichen Moment von hinten von Bastian Hasler zu Fall gebracht. Ein vertretbarer Elfmeter, den Hellmann sicher zum 1:1-Endstand verwandelt.

Der Herbstmeister zeigte eines seiner schlechteren Spiele, muß sich allerdings nicht für eine sensationelle Hinrunde schämen. Der ISV steht zu recht ganz oben in der Tabelle und hat in der Hinserie alles erreicht, was sie erreichen konnten: Herbstmeisterschaft, Qualifikation für Kiel, Erreichen des Pokal-Halbfinales! Auch die Hinserie ohne Auswärtsniederlage zu beenden, verlangt viel Respekt! Auf dieses Team kann der Verein Stolz sein!

 
 
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