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Nach der Heimniederlage von Strand 08 gegen den TSV Kropp am Vortag, gab es für den ISV am heutigen Sonntag die große Gelegenheit mit mindestens einem Unentschieden wieder die Tabellenführung der Verbandsliga zu übernehmen. Doch der Gegner aus Moisling, derzeit dritter der Tabelle, witterte seinerseits die Chance bei einem Heimerfolg gegen den ISV ganz oben anklopfen zu können.
Nur wenige Zuschauer sahen bei Dauerregen eine Partie, die durch die äußeren Bedingungen zeitweise sehr zerfahren wirkte. Moisling von Beginn an mit der nötigen Aggressivität und Laufstärke, die ein solches Spiel erfordert. Etwa eine halbe Stunde dauert es, bis der ISV sich zum ersten Mal zeigt.
Sebastian Barth bekommt völlig unbedrängt den Ball am Sechzehnmeterraum, doch auf diesem glitschigen Boden verspringt ihm ohne Schuld der Ball. Solche Szenen gibt es kaum für den ISV, da die Moislinger Defensive sehr kompakt und sicher steht. Bei Ballbesitz des ISV ziehen sich zudem alle Rot-Weißen sehr weit in die eigene Hälfte zurück, sodass ein durchkommen den Itzehoern sichtlich schwer fällt. Nach einem missglückten Weitschuss von Rene Krahl aufs Moislinger Tor fordert Trainer Kurt Hesse seine Spieler auf, öfter aus der zweiten Reihe zu schießen. Als nächster versucht sich Dirk Hellmann aus der Distanz. Ein guter Schuss, doch der Ball streift knapp am Pfosten vorbei. Moisling, die aktivere Mannschaft der ersten 30 Minuten, setzt in der Schlussviertelstunde, auch aufgrund stärker werdender Offensivbemühungen seitens des ISV, vermehrt auf Konter aus der Defensive. Keine schlechte Wahl wie sich herausstellt. Frank Lüdke verliert etwas leichtsinnig den Ball an der Seitenauslinie in Höhe der Mittellinie gegen den Moislinger Rene Kienast und ist damit Ausgangspunkt zum 1:0 für Rot-Weiß gut fünf Minuten vor der Pause. Der ISV, gerade im Vorwärtsgang, ist sehr weit aufgerückt, daher haben die Itzehoer Abwehrspieler viel Mühe den schnellen Kienast einzuholen. Dieser schiebt den Ball mit guter Übersicht auf den mitgelaufenen und völlig allein gelassenen Hasko Behrens, der aus 18 Metern den Ball ins Itzehoer Gehäuse knallt. Davon unbeeindruckt setzt der ISV weiter auf Offensive. Ein weiterer Ballverlust leitet allerdings den nächsten schnellen Konter der Rot-Weißen ein. Als Adnan Sacipi 60 Sekunden vor der Halbzeit an der Seitenlinie in Höhe des Itzehoer Strafraums das Duell gegen den starken Kienast verliert, dieser unbedrängt flanken kann, stiehlt sich im Rücken von Mario Andres Moislings Toptorjäger Hasko Behrens davon und markiert mit einer strammen Volleyabnahme aus 6 Metern das 2:0. Bereits sein 14. Saisontreffer. Nach dem Wechsel das gleiche Bild. Der ISV bemüht die massive Abwehr der Gasgeber zu knacken und Moisling versucht über die schnellen Spitzen nun noch ein drittes Tor und damit die endgültige Entscheidung herbeizuführen. Chancen dazu haben sie beinahe im Minutentakt. Immer wieder Ballverluste in der Offensivbewegung des ISV leiten so etliche Kontergelegenheiten für Rot-Weiß ein. Nur deren mangelnde Chancenverwertung hält Itzehoe noch im Spiel. Als Costa Freise einen Kopfball unbedrängt aus zwei Metern nicht über die Linie bringen kann ist die Niederlage kaum noch abzuwenden. Gut zehn Minuten vor dem Ende dann ein Freistoß für den ISV. Den ersten Schuss kann die Mauer der Moislinger noch blocken, doch der anschließende Gewaltschuss von Henning Groth schlägt aus 20 Metern zum 2:1 Anschlusstreffer unhaltbar ein. Wie entfesselt spielt der ISV nun auf und hofft doch noch den Ausgleich zu erzielen. Sollte sich etwa ein Spiel wie in Kropp entwickeln, als der ISV auch dort mit einem Tor in der Nachspielzeit noch ein 2:2 erringen konnte? Nein, denn bis auf einen Freistoß von Gueridonn, der nur knapp das Tor verfehlte, sprang für den ISV keine Möglichkeit mehr heraus. Somit war die 2:1 Niederlage perfekt. Aufgrund der Vielzahl an Möglichkeiten und der sehr engagierten Leistung der Moislinger ein verdienter Sieg der Gastgeber. Auch über eine deutlichere Niederlage hätte man sich nicht beschweren dürfen. Vor allem die Ideenlosigkeit des Itzehoer Mittelfeldes und häufige unnötige Ballverluste sorgten dafür, dass die Moislinger Abwehr vor keine größeren Probleme gestellt wurde. Platz zwei bleibt zwar weiter in den Händen des ISV, doch will man diesen halten muss am kommenden Sonntag unbedingt ein Heimsieg gegen Henstedt-Rhen her. Itzehoer SV: Thießen - Andres, A. Sacipi (69. Leskien), Lüdke - Krahl, Hellmann, Freise (76. Lühmann), Matthiessen, Gueridonn - S. Barth, Groth Rot-Weiß Moisling: Pekrun - Azzez, Haberland, Knorr, Kreutzfeldt - Retelsdorf, Hahne, Bornemann, Baetge (63. Strunck) - Kienast (90. Greinert), Behrens Tore: 1:0 Behrens (39.), 2:0 Behrens (44.), 2:1 Groth (79.) Gelbe Karten: Baetge, Strunck - Andres, Gueridonn Zuschauer: ca. 80 Schiedsrichter: Samir Massalme (St. Michaelisdonn)
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