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Bei wunderbaren Frühlingstemperaturen spielten sich am Ostersamstag beim Nachholspiel des Itzehoer SV gegen den Oldenburger SV mal wieder spektakuläre Szenen am Lehmwohld ab. Lediglich 160 Zuschauer erlebten dieses Ereignis.
Das Spiel begann jedoch eher verhalten. Es schien als seien beide Teams noch im Winterschlaf. Eine lange Abtastphase lies gelungene Aktionen nur selten zu. Etwa 20 Minuten dauerte es bis der ISV, ohne den gesperrten Gueridonn und den verletzten Matthias Barth, das Heft in die Hand nahm und versuchte sich einige Chancen herauszuspielen. Doch die Abwehr des OSV stand gut, da gab es kaum ein durchkommen für die Itzehoer. Erst als die Gäste etwas mutiger nach vorne agierten ergaben sich auf beiden Seiten Ansätze von Tormöglichkeiten. Wobei die Oldenburger in ihren Aktionen konsequenter wirkten. Quasi aus dem Nichts fiel dann das 1:0 für den ISV. Nach einem gelungenen Steilpass wagte Freise einen Heber über den herauseilenden Gästekeeper. Dieser landete genau auf dem Kopf von Sebastian Barth, der keine Mühe hatte den Ball aus zwei Metern im Netz unterzubringen.
Hälfte zwei hingegen sollte es in sich haben. Der ISV begann druckvoll und suchte die Möglichkeiten zum 2:0, während die Oldenburger ihr Spiel weiterhin auf gelegentliche Konter ausgelegt hatten. Die Strafe folgte auf dem Fuße. Nach gut einer Stunde landete eine schöne Hereingabe von Fründt bei Sturmtank Henning Groth, der mit einem Flachschuss aus acht Metern dem gegnerischen Torhüter keine Chance ließ. Das 2:0 gab nun Sicherheit und der ISV spielte weiter nach vorne. Auch, weil die Gäste weiterhin kaum eigene Aktionen zeigten. Der Eindruck eines besseren Trainingsspiels entstand. Vor allem nach dem zweiten Streich von Henning Groth an diesem Nachmittag. Einen Zweikampf um den Ball im Sechzehner des OSV konnte Groth nach tollem Einsatz für sich entscheiden. Völlig frei und ohne den ersichtlichen Willen der Gäste ihn am Torschuss zu hindern markierte er locker das 3:0. Doch statt den Sieg souverän nach Hause zu fahren kam nun Hektik im Spiel und Unsicherheit in der ISV Abwehr auf. Beim OSV setzte man nun auf totale Offensive und brachte die Verteidiger der Lehmwohldelf ein ums andere Mal ins schwitzen. Als der Schiedsrichter nur fünf Minuten nach dem 3:0 einen umstrittenen Foulelfmeter gab wurde nun auch das Publikum nervös. Wölk verwandelte sicher und stellte den Anschluss her. Noch waren gut 20 Minuten zu spielen und der OSV spürte, dass hier möglicherweise doch noch ein Punkt drin sein könnte. Allerdings boten sich jetzt durch die totale Offensive der Gäste einige gute Konterchancen für die Hausherren, die sie jedoch nicht nutzen konnten. Glücklicherweise fing sich der ISV nach wenigen Minuten wieder. Um sich nicht hinten reindrängen zu lassen spielte der ISV wieder etwas offensiver und kam fast im Minutentakt durch den heute bärenstarken Henning Groth zu sehr guten Chancen. Doch das Glück blieb ihm jetzt versagt. In der Schlussphase des Spiels ging es dann drunter und drüber. Die Oldenburger steckten nicht auf und wollten unbedingt ein weiteres Tor. Die Heimelf verteidigte ihrerseits mit Mann und Maus die Führung und so ergaben sich einige hitzige Diskussionen der Spieler untereinander nach gegenseitigen Foulspielen. Im Publikum wartete man gespannt auf den Schlusspfiff, doch zunächst sorgte ein weiterer umstrittener Pfiff des Schiedsrichters für Hektik. Nach einem angeblichen Rückpass auf Thießen, der den Ball mit der Hand aufnahm, gab es indirekten Freistoß im Strafraum der Itzehoer. Alle Spieler des ISV versuchten nun den Kasten von Thießen zu vernageln, doch die Distanz von fünf Metern ließ auf kein gutes Ende hoffen. Zwar blockten sie den ersten Schuss noch ab, doch den Abpraller versenkte der schon im Hinspiel als Torschütze erfolgreiche Oliver Bahr zum 2:3. In der folgenden Szene allerdings wurde Oliver Bahr, der in einem Atemzug die gelbe und die gelb-rote Karte gezeigt bekam, des Feldes verwiesen. Anschließend ertönte der ersehnte Schlusspfiff und der ISV konnte drei weitere wichtige Punkte im Kampf um Platz eins verbuchen. Itzehoer SV: Thießen - Andres, Fründt, A. Sacipi - Lüdke (90. Leskien), Hellmann, Krahl, Freise, Matthiessen (70. Tüchsen) - Groth, S. Barth Oldenburger SV: Heisler - Emmerich (80. Wulf), Schwartz, Hasler, Reise (63. O. Bahr) - Rönnpage, Wölk, Rosenthal, B. Bahr - Kortz (70. Gütschow), Buck Tore: 1:0 S. Barth (38.), 2:0 Groth (58.), 3:0 Groth (67.), 3:1 Wölk (72., Foulelfmeter), 3:2 O. Bahr (90.) Gelbe Karten: Andres, Groth, Lüdke - Schwartz Gelb-Rote Karte: O. Bahr (90.) Zuschauer: 160 Schiedsrichter: Oliver Schmäl (Heikendorfer SV) Bilder zum Spiel gibt es im Menü unter "Bilder" zu sehen.
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