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Mit einem Blick auf die Spielstatistik würde sich der Eindruck aufdrängen, dass der Spitzenreiter wieder einmal Glück gehabt hat, denn ein Ausgleich vier Minuten vor dem Ende spricht dafür. Aber weit gefehlt! Am vergangenen Samstag war der Fußballgott nicht auf Seiten der Steinburger. In einem ansehnlichen Spiel entwickelte sich der typische Einbahnstraßen-Fußball eines Tabellenersten gegen den abstiegsbedrohten 16. In der ersten Hälfte setzten die Hesse-Mannen die taktische Marschroute hervorragend um: Der ISV machte das Spiel breit und wechselte immer wieder mit weiten diagonalen Bällen die Seiten. Die Heimelf stand tief und versuchte mit hart (teilweise überhart) geführten Zweikämpfen den Gästen den Schneid abzukaufen. Zu der tadellosen ersten Hälfte fehlte einzig ein Itzehoer Torerfolg.
Henning Groth erwischte nicht seinen besten Tag und vergab drei Hochkaräter (1., 18., 19.) entweder fahrlässig oder der an diesem Tage überragende PSV-Torwart Rohleder vereitelte glänzend. Rohleder avancierte zum Spieler des Matches und das nicht nur weil er den Strafstoß von Groth in der 29.Minute hielt. Kurz vor diesem Fehlschuss kam es wie so häufig im Fußball, wenn man die Möglichkeiten nicht nutzt: Ein katstrophales Hellmann-Rückspiel kann der zögerliche Libero Fründt nicht klären und Beha lässt sich nicht zweimal bitten - 1:0. Die Lehmwohldt-Elf reagierte wütend und spielte, auch nach dem verschossenen Elfer, weiter beherzt nach vorne. Sebastian Barth (2., 22.) scheiterte genauso wie der starke Gueridonn (36. Latte, 45. Pfosten). In Durchgang zwei weiter das gleiche Bild. Der ISV tonangebend, aber nicht mehr so geordnet wie in Hälfte eins. Chancen hatten sie weiterhin eine nach der anderen. Gueridonn vergibt freistehend von halb links. "Basti" Barths Lupfer kratzt Böttiger von der Linie, der Nachschuß von Bruder Matthias wird abgeblockt. Matthiessen und Hellmann vergeben nach Hereingaben vom eingewechselten Freise. Vier Minuten vor dem Ende dann die Erlösung: Gueridonn fasst sich ein Herz aus 18 Metern und sein Schuß schlägt unten links ein - unhaltbar! Der Spitzenreiter will jetzt noch mehr, aber in der Folgezeit dominieren Fouls das Spielgeschehen. Nacheinander fliegen die PSVer Yildirim (86., wiederholtes Foulspiel) und Böttiger (90./+2, wiederholtes Foulspiel) mit gelb-rot vom Platz. In der 94. Minute folgt Gueridonn mit Rot nach Beleidigung des Gegenspielers und wiederrum eine Minute später muß Neumünsters Stürmer und Kapitän Eggers nach überharten Einsatz gegen Thießen zum Duschen gehen. Die vielen Platzverweise berauben den Gästen jeder Chance noch nachzulegen und somit verliert der ISV wichtige Zähler im Meisterschaftsrennen, bleibt aber dennoch vorerst Spitzenreiter! ISV: Thießen - Fründt (75.Tüchsen), A.Sacipi, Andres (60.Freise) - Krahl, M.Barth, Hellmann, Matthiessen, Gueridonn - Groth, S.Barth PSV NMS: Rohleder - Yildirim, Orff, Schwiderski (65.T.Valentin) - K.Valentin, Böttiger, Bente (70.Sahin), Althaus - Reining - Beha (85.Schmidt) Tore: 1:0 Beha (28.), 1:1 Gueridonn (86.) Gelb-Rot: Yildirim, Böttiger, Eggers Rot: Gueridonn (88., wegen Beleidigung eines Gegenspielers) SR: Mike Friedrichsen (SV Enge-Sande)
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