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Ein furioser Beginn des ISV. Bereits in der dritten Minute gelang es William Gueridonn, mit einem strammen Linksschuss aus 15 Metern, den Kieler Schlussmann zu überwinden. Wenig beeindruckt davon starteten die kombinationssicheren Kieler nun einen Sturmlauf, lediglich klare Chancen sprangen für sie kaum heraus. Die Verteidiger der Lehmwohldelf standen meist gut und schlugen die Bälle konsequent nach vorne. Kontertaktik seitens des ISV war nun angesagt.
Eine große Einschussgelegenheit der Kieler machte Torben Fründt in der 17. Spielminute zunichte, der den Ball gerade noch rechtzeitig vor dem freistehenden Gegenspieler im Strafraum klären konnte. In der 23. Minute kurz Hektik im ISV Strafraum: Nach einem Freistoß wirkte Keeper Sascha Thießen unsicher, konnte aber im nachfassen die Chance für die Kieler vereiteln. Nur drei Minuten später die einzige Möglichkeit, nach der frühen Führung, für die Itzehoer. Doch nachdem der Kieler Keeper eine Flanke unterschätzte, die er an der Strafraumgrenze herunterpflücken wollte, missglückte Costa Freise der Versuch den Ball per Heber über den bereits geschlagenen Torwart ins leere Gehäuse zu befördern. In der 38. Minute konnte sich Thießen dann noch einmal auszeichnen, als er einen Freistoß aus dem Winkel seines Kastens fischte. Kurz vor der Pause, in einem bis dahin von vielen Fouls und gelben Karten geprägtem Spiel, dann der Schock für die Landeshauptstädter: Timon Dehner wurde nach einem unnötigen Foul an der Mittellinie vom Schiedsrichter mit gelb-rot des Feldes verwiesen. Die zweite Hälfte begann für den ISV ähnlich wie die erste. Schon in der 52. Minute war es der von Hellmann mit einem klugen Pass eingesetzte Sebastian Barth, der mit einem Linksschuss aus neun Metern ins kurze Eck die Führung auf 2:0 ausbaute. Kurz danach eine Riesenchance für den ansonsten schwachen Berat Sacipi. Völlig alleingelassen im Strafraum vermochte er es nicht, den Ball im Netz unterzubringen. Dies wäre die Entscheidung gewesen. Nun aber kamen die Kieler wieder auf. Einen gefährlichen Kopfball in der 56. Minute konnte Thießen noch zur Ecke klären, nur drei Minuten später war er machtlos. Schultz gelang es sich auf der rechten Seite im Strafraum unbemerkt freizulaufen und einen Flankenball zum Anschlusstreffer zu versenken. Nur zwei Minuten später dann der bis dahin verdiente Ausgleich für Kiel. Tinnemann überwand den Itzehoer Goalie mit einem fulminanten Linksschuss nach einem verunglückten Abwehrversuch der Itzehoer. Trainer Hesse reagierte und brachte für Berat Sacipi Torjäger Kieckhöber. Ein Wechsel, der sich auszahlen sollte. Nach einer Flanke in den Kieler Strafraum verpassten zuerst ein Itzehoer und sein Kieler Gegenspieler, aber Gueridonn stand goldrichtig und netzte aus 8 Metern links oben aus halbrechter Position zur erneuten Führung in der 76. Minute ein. Auch die Itzehoer schlugen innerhalb von zwei Minuten zwei Mal zu, denn der steil geschickte Kieckhöber erhöhte in der 78. Minute mit einem Linksschuss ins lange Eck auf 4:2. Die Itzehoer nun wie im Rausch. 85. Minute, Freistoß Hellmann. Seine Flanke kam punktgenau, sodass Krahl keine Probleme hatte zum 5:2 einzuköpfen. Den Schlusspunkt setzte wiederum Sebastian Barth, der den sechsten Treffer erzielte. Der überragende Hellmann gab auch hier den tödlichen Pass. Alles in allem ein am Ende verdienter Sieg für den ISV, der mit diesem die Tabellenführung der Verbandsliga übernahm. Itzehoer SV: Thießen - Andres (75. Luehmann), Fründt, A. Sacipi, Leskien - Krahl, Hellmann, Freise, Gueridonn - B. Sacipi (69. Kieckhöber), S. Barth FC Kilia Kiel: Schurbohm - Meier, Hartung, Schmitz, Grabowski (45. Behling) - Jaeger (40. Ziesecke), Drissner, Schultz, Dehner - Hinrichs (45. Laubinger), Tinnemann Tore: 1:0 Gueridonn (3.), 2:0 S. Barth (52.), 2:1 Schultz (59.), 2:2 Tinnemann (61.), 3:2 Gueridonn (76.), 4:2 Kieckhöber (78.), 5:2 Krahl (85.), 6:2 S. Barth (90.) Gelbe Karten: Andres, A. Sacipi, Gueridonn - Jaeger, Drissner, Hinrichs, Laubinger Gelb-Rot: Dehner (44.) Zuschauer: 291
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