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ISV verliert Landespokalfinale mit 0:1   
Kategorie:  1. Herren 2004/05 Freitag, 21. Mai 2004

Das Wunder von der Stör blieb aus. Vor ca. 1.500 Zuschauern verlor der ISV das Landespokalfinale gegen den VfR Neumünster knapp mit 0:1. Der VfR hat sich damit automatisch für die erste Hauptrunde im DFB-Pokal der kommenden Saison qualifiziert.

Neumünster war der klare Favorit, allerdings ist der ISV für die "Lila-Weißen" so etwas wie ein Angstgegner. Zu Oberliga Zeiten verlor der VfR alle 4 Begegnungen in Itzehoe.

Das Spiel begann schwach. 20 Minuten lang tasteten sich beide Teams ab, ehe der Neumünsteraner Gersdorf mit einem sehenswerten Fallrückzieher die Latte traf und somit die Akteure wachrüttelte. Chancen blieben aber Mangelware. Eine flache Hereingabe in den Strafraum des ISV fand keinen Abnehemer. Der Ball trudelte an allen im Strafraum befindlichen Spielern vorbei, die diesem verdutzt hinterherschauten. Kurz vor der Halbzeit dann doch noch gute Gelegenheiten. Einen schönen Schuss von Reibe im Trikot des VfR faustete ISV Goalie Sascha Thießen zur Ecke. Im Anschluss an diesen Eckball verpasste Knappmann per Kopfball das ISV Gehäuse nur knapp. Eine Chance hatte auch der ISV noch. Nach einem Steilpass stand Sebastian Barth plötzlich allein vorm VfR Tor, verzog aber aus 14 Metern und jagte das Leder über den Querbalken.

Die zweite Halbzeit begann schwungvoller, vor allem die Neumünsteraner versuchten mehr Druck zu machen. Die Abwehr des ISV schien zeitweise überfordert, da die Bälle oftmals unüberlegt und ohne die nötige Ruhe nach vorne geschlagen wurden. So entstand dann auch das 0:1 in der 54. Minute. Ein Klärungsversuch der ISV Abwehr an der Grundlinie wurde zum Querschläger, sodass Knappmann aus fünf Metern keine Mühe hatte einzunetzen.

In der Folge verflachte die Partie wieder, wobei die Neumünsteraner aus einer gut gestaffelten Abwehr immer wieder Vorstöße wagten und insgesamt zielstrebiger nach vorne agierten. Lediglich der Abschluss war ungenügend. Mehrmals schossen sie etliche Meter am Kasten des ISV vorbei, weshalb wohl auch der Regionalliga-Abstieg zu erklären ist.

Ab der 75. Minute kam der ISV nochmals auf. Mittelfeldmotor William Gueridonn zog das Spiel immer mehr an sich und versuchte Angriffe einzuleiten und die Stürmer in Szene zu setzen. Jedoch fehlte oft der Blick für den freien Mann, Fehlpässe wurden gespielt oder die Angreifer verloren die Bälle gegen die routinierteren Verteidiger. Dennoch war Gueridonn bester ISVer, da er durch seine enorme Laufbereitschaft nahezu überall auf dem Platz zu finden war. In der 90. Minute hielt es auch ISV Schlussmann Thießen nicht mehr in seinem Kasten und ging bis zur Mittellinie nach vorne. In Liberomanier stoppte er einen Neumünsteraner Angreifer, der mit einem schnellen Gegenstoß, das leere Tor vor Augen, alles klar machen wollte. Dafür erntete Thießen viel Applaus. Ein Freistoß für den ISV in der Nachspielzeit sorgte noch einmal für Aufsehen. Aus aussichtsreicher Position, knapp 20 Meter halblinks vor dem Tor, sollte der Ball ins Netz bugsiert und eine Verlängerung erreicht werden. Kläglich gescheitert, da der Ball in die Mauer gedroschen wurde. Von der rechten Außenlinie, Neumünster jetzt in Ballbesitz, auf Höhe der Mittellinie bot sich nun nochmal die Chance den Ball ins immernoch leere Tor zu befördern. Der Neumünsteraner verzog aber völlig. Statt nach links Richtung Tor flog der Ball rechts auf die Tribüne. Danach folgte der Abpfiff.

Es war kein hochklassiges Spiel, dem auch durch wenig Chancen und viele Fehlpässe die Spannung fehlte. Ein deutlicher Klassenunterschied, wie er erwartet wurde, war jedoch nicht zu sehen. Dennoch siegte der VfR verdient, da sie mehr Spielanteile und die besseren Chancen hatten.

Itzehoer SV: Thießen - Dobirr, Lüdke, Czudnochowski - Freise, Hellmann, M. Barth, Tüchsen (55. A. Sacipi) - Gueridonn - S. Barth, Kieckhöber

VfR Neumünster: Borger - Gersdorf, Westphal, Schröder - Reibe (69. Jahnsen), Petersen (81. Siedschlag), Zenker, Dabovic, Lass - Beck, Knappmann

Tore: 0:1 Christian Knappmann (54.)

Schiedsrichter: Richter (Pansdorf)

Gelb: M. Barth, Hellmann - Reibe, Zenker

 
 
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